![]() |
|
|
Der Tscharyschskij Rayon ist einer der abwechslungsreichsten und deswegen einer der schönsten und interessantesten Verwaltungskreise der Region. Vier Bergrücken teilen ihn in Tälern auf, durch die stürmische Flüsse rauschen. Der Tscharyschfluss ist nicht nur eine natürliche, sondern auch eine geschichtliche Sehenswürdigkeit. Der russische Ex‑Präsident W. W. Putin machte 2003 zum ersten Mal in seinem Leben Rafting auf diesem Fluss. Die Nebenflüsse von Tscharysch Kumir, Korgon u. a. sind eigenartig. Der Rayon hat viele natürliche Denkmäler: die Wasserfälle „Jegerskij”, „Kolywanskij”, „Spartak” u. a.; die Quelle des Kedrowkaflusses, wo die Landschaften wie Märchenillustrationen aussehen; ein schöner und unberührter Ort ist „Tschjortow Most”(„Teufelsbrücke”); trotz der Gravitationskraft scheinen die Felsen des Kolokolnja‑Berges wie im Himmel zu schweben („Glockenturmberg”) und viele andere eindrucksvolle Orte.
Im Tscharyschskij Naturschutzgebiet bleiben seltene Tierund Vogelarten erhalten. Im Gebirge und in den Flußtälern sind Heilpflanzen im Überfluß vorhanden, von der Goldwurzel bis zum gewöhnlichen Johanniskraut.
Die höchste Spitze im Tscharyschskij Rayon liegt auf dem Korgonskij Bergrücken. Sie hat keinen Namen und ist 2490 m hoch. Auf den Gipfeln der Bergrücken wurden Kaskaden der Karseen mit klarem Wasser gefüllt: Belogolossowskije, Abramowskije, Ossipowskije, Inskije. Jeder See ist anders und hat seinen eigenen Charme. Über die Hälfte der Rayonfläche nimmt die Taiga ein, die der Mensch kaum beeinflusst hat.
Der Tscharyschskij Rayon bewahrt über einhundert der archäologischen Denkmäler verschiedener Kulturen und Epochen. Darunter ist der einmalige archäologische Komplex „Tsarskij Kurgan” („Zarengrabhügel”) im Tal des Sentelekflusses. Dieses Grab der skythischen Zeit (VI.‑IV. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung) bekam diesen Namen wegen seiner enormen Größe, der ungewöhnlich große Durchmesser beträgt etwa 46 m, obwohl die Höhe nur 2 m aufweist. Solche bedeutenden Grabhügel sind sehr selten zu finden und heißen „Zarengrabhügel”, weil dort die Stammeshäuptlinge bestattet wurden. Die Archäologen vermuten, dass die Struktur des Grabes mit Stelen ein Sakralbau ist und zu Mond‑ und Sonnenbeobachtungen diente.
Am Korgonfluss liegt der Korgonskaja Steinbruch, wo Jaspisblöcke der feinen Schattierungen im XIX. Jahrhundert für die Kolywaner Schleiffabrik gewonnen wurden.
Die Kirche der Kasaner Gottesmutterikone ist ein seltenes Denkmal der religiösen Holzbaukunst. Das Gebäude des Heimatkundemuseums des Rayons ist ein Baukunstdenkmal des XIX. Jahrhunderts. Das Museum besitzt heute seltene Sammlungen und Dokumente. Wichtig ist auch der ethnographische Aspekt: die Bewohner des Rayons sind stolz auf ihre Folklorevereine von hohem Niveau, die mehrmals Preisträger der regionalen und allrussischen Leistungsvergleiche, Wettbewerbe und Festivals wurden.
Die Geschichte des Tscharyschgebirges ist vielseitig. Die Reise muss man mit dem Besuch des Heimatkundemuseums beginnen, wo die Informationen über die Natur und die Geschichte des Rayons gegeben wird und Souvenirs angeboten werden.
Weiter sind Exkursionen zu archäologischen Ausgrabungen der alten Siedlungen und der Grabhügel inkl. der bekanntesten Sentelekskij „Zarengrabhügel” möglich.
Der Rayon ist reich an Musiktraditionen. Ethnographiesche Gesangvereine „Ljubo” („Schön”) und „Kanarejetschka” („Ein kleiner Kanarienvogel”) singen nicht nur innige russische oder Kosakenlieder, sondern organisieren auch Volksspiele, können beibringen Quadrille zu tanzen und echte alte Bräuche vorführen.
Der Tscharyschskij Rayon ist für die Touristen sehr attraktiv, jeden Sommer besuchen es Tausende Tourist.
Ein Unterscheidungsmerkmal des Rayons ist sein dichtes Flußnetz. In den Tälern von Tscharysch, Inja, Korgon, Kumir kann man Wanderungen der I.‑V. Schwierigkeitsgrade unternehmen.
Das Rafting (mit dem Raft oder dem Zweirumpfboot) am Tscharyschfluß gibt es neue, noch unbekannte Attraktionen. Der Fluss bietet solche Möglichkeiten auch für Anfänger. Sie haben die Chance diese einzigartige Naturerscheinung, den Steinhärtling „Stoshki” (Heufeime) anzuschauen.
In der Gegend sind Wandertouren (bis zum III. Schwierigkeitsgrad) und Skitouren (bis zum IV. Schwierigkeitsgrad) möglich, die auch stellenweise im Ostkasachstan‑Gebiet verlaufen. Der Rayon bietet eine gute Gelegenheit für den Bau von großen Skistationen an.
Die Touristen, die mit den Autos, Fahrrädern oder Motorrädern unterwegs sind, können selbst das Umland des berühmten Kolywanskoje See und die Siedlung Kolywan im Norden und Nordwesten erreichen, zu denen mehrere Wege führen. Mit diesen Orten ist die Geschichte des Bergbaus im Altai verbunden.
Unter dem Felsenrückengürtel liegt im Rayon der Gürtel der flachen Hügel, tiefen Täler und steilen, bewaldeten Abhängen. Hier kann man bizarre Verwitterungsformen finden, bei denen die Granitplatten übereinander liegen. Diese Tatsache beeinflusst die Berg‑ und Gipfelnamen — „Stolbjannaja”(„Mastartige”), „Kamennyje Worota”(„Steintor”), „Kolokolnja”(„Glockenturm”), „Stolbjonok” („Kleiner Mast”).
Unter den Gesteinarten sind in der Gegend Dolomi te, Sandschiefer und Marmor verbreitet, die unter Regen‑ und Tauwasser viele Trichter, Schachtbrunnen und Höhlen bildeten.
Die Reittouren sind sogar für die Laien geeignet. Nach einer kurzen Einweisung können die Reisenden ein‑ oder zweitagige Touren zu den Naturdenkmälern „Jegerskij Wasserfall”, „Der Ausfluss von Kedrowka aus dem Felsen” unternehmen.
Die meisten Rayonseen liegen hoch im Gebirge, aber es gibt auch kleine warme Seen und Altwasser. Klein und besonders schön sind der Belogolossowo See, der Kedrowoje See und der Abramowskoje See. Ihr Entstehungsgrund war der Gletscher oder der Karst. Sie liegen in den schwer zugänglichen Orten, die vom Wald, Gebirgstundra und Blockanhäufungen umgeben sind.
Alle Flüsse sind für den Sportfischfang (Asch, Taimen) geeignet. An den Ufern der malerischen Orte machen viele Touristen Urlaub.
Am rechten Tscharyschufer befindet sich das Gesundheitssommerlager für Kinder „Rasswet”(„Sonnenaufgang”), am linken Ufer liegen die Touristencampingplätze „Dom Ryboka” („Fischerhaus”) und „Perwozwet” („Schlüsselblume”).
Aktive Erholung beinhaltet Wanderungen und Reittouren ins Umland der Touristenlager „Medweshij Ugol” („Bärenecke”), „Sasubra”, „Tschulan” („Keller”) und die Besteigung der Mittelgebirgsgipfel. Hier können Sie die Schönheit der Wasserfälle, die von den Felsen und Lärchen‑und Kieferwäldern von beiden Seiten eingerahmt sind, bewundern.
Der Rayon spezialisiert sich in der Produktion von weichem Maralhirschgeweih (russ. Panty), deshalb ist ein Besuch der Maralhirschfarm, die Bäder mit dem Maralhirschgeweihextrakt und ein Kuraufenthalt in Sentelekskaja Heilanstalt zu empfehlen.
Auf der Höhe von 1200 m können Sie mit eigenen Augen die Taiga mit der Birken‑und Espenbewachsung, und die Gebirgstaiga (Urwälder) anschauen, wo Reliktenpflanzen und das Wild (Bär, Wolf, Eber, Maralhirsch) anzutreffen sind.
In dieser Gegend verbrachte der russische Ex‑Präsident W.W. Putin seinen Urlaub. Er war auf einer Reittour und erlebte Raftingfahrten.
Die wilde Flora des Kreises bilden viele Heilpflanzen für den Menschen, deshalb ist der Berghonig besonders wertvoll. Für die Menschen, die Biolebensmittel bevorzugen, ist der Be‑such einer Imkerei mit der Honig‑und Bienenbrot (perga) Lebensmittelkostprobe zu empfehlen.
Die Lage der Touristencamps, ihre abgesonderte Lage und die besondere Natur des Tscharysch Gebirges bieten eine sehr gute Gelegenheit für eine angenehme Unterhaltung im Familienkreis oder mit Freunden. Diese Möglichkeit bietet sich auch für Betriebsferien und verschiedene andere Veranstaltungen an.
Im Jahre 2009 fand auf dem Territorium des Tscharyschkij Rayons das Interregionale Jugendfestival „Altai — das Touristenparadies 2009” statt. Das Programm war voll mit Sportwettbewerben im Rafting und Klettern, Aufführungen der Paragleiter und Radfahrer, der Meisterklasse im Bogenschießen und ethnischen Tänzen, Foto‑und Keramikausstellungen usw. Die zahlreichen Mitglieder der Jugendvereine zeigten ihre Kraft, Geschicklichkeit, Trefffähigkeit und Cleverness in den Sportveranstaltungen und kreativen Wettbewerben.



























