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Sawjalowo- und Romanowoseen

Панорама озер Завьяловского района. Фото с самолета

Die Altaier Steppen, die einmal der Boden des alten Mee­res waren, dürfen sich heute mit Recht eine große Heilbadean­stalt nennen, die die Natur selbst geschaffen hat. Es gibt zahl­reiche Süß‑, Salz‑ und Bitterseen. Die Heileigenschaften des Wassers und des Binnensees sind vielfach bewiesen: in den Chro­niken mit den Generationen der hiesigen Bevökerung und heu­te mit den modernen medizinischen Forschungen. Das beweist eine große Zahl der Urlauber jeden Sommer, die gerne an den Ufern die Sonne genießen.

Bis zu 200 Besucher empfängt der Sawjalowosee des gleichnamigen Rayons in der Altairegion jährlich. Seit den 80‑er Jahren des vorigen Jahrhunderts wird der See in der Weltkuror­tenzyklopädie neben Monaco und anderen bekanntesten Kuror­ten des Planeten erwähnt. Das Territorium von 220 000 ha zählt 330 Seen! Diese Gegend hat eigenartige Heilfaktoren: ein be­kannter salz‑ und schwefelhaltiger Schlamm, ein pelloidhaltiger organisch reicher Schlamm der Süßseen, die Sole des Soljonoje See (Salzsee). Dieser See hat denselben Kureffekt wie das Tote Meer (nach dem Kureffekt, Eindrücken, wunderschönem Blau­ton (Spatraum der modernen Frauen!), nach dem eigenartigen Mineraltafelwasser). Dazu gehört auch die großzügige Steppen­sonne und die Heilluft der Kieferwaldstreifen.

Der natürliche Komfort wird heute mit dem Komfort, den der Mensch geschaffen hat, angeboten. Leider entsprechen die Sawjalowoseen den Standards der europäischen Kurorte noch nicht, aber auf den Touristencampingplätzen werden immer mehr moderne Banjas (russische Saunas), Duschkabinen und Schlammbadanstalten gebaut. Hier gibt es Kinderspielplätze, Aquastädte und Belustigungsparks; für die Gäste sind Exkursio­nen, Bootrundfahrten, Fischfang, Reiten und sogar… Konzerte vorgesehen! Es gibt direkte Busverbindungen aus den Städten Kemerowo, Nowosibirsk, Barnaul, die es erleichtern, die maleri­schen Ufer zu erreichen und weniger Fahrzeit benötigen. Volle Kofferräume und schwere Rücksäcke sind mehr kein typisches Merkmal des Touristen, weil es hier Zelt‑, Planen‑ und Liege­stuhlausleihstellen gibt. In dem Rayonkrankenhaus wurde 2005 die Regenerationsabteilung eröffnet, die ganzjährlich wie eine Pension funktioniert.

Im Himmel über dem Steppenaltai liegt die Route der ewigen Wanderer. Alle Jahre wieder ziehen die Zugvögel­schwärme zur Freude der Poeten und der Romantiker dahin. Im Romanowskij Rayon liegen die Gusseletowskije Seen zur Freu­de der Touristen und Urlauber. Jeder See ist auf eigene Weise attraktiv und hat heilsame Eigenschaften, was die Forschun­gen der Prüfstelle der Naturheilressourcen im Forschungsins­titut der Kulturologie und Physiotherapie Tomsk belegen. Die Ergebnisse kommen eigentlich etwas zu spät. Ein der Gorki­je Seen (Bitterseen) enthält kaum noch Wasser und ist ein Riesenheilschlammspeicher geworden. Er beliefert mit diesem Schlamm Sanatorien der Kurortstadt Belokuricha und Barn­auls schon längst und die Einwohner der Altairegion besuchen die „Gusseletowkije Schlammseen” gerne. Fast in jedem Foto­album gibt es exotische „Schlammfotos”. Nach den regelmäßi­gen Besuchen an die Gusseletowskije Seen sind die Besuche beim Arzt schon lange nicht mehr nötig.

Für eine aktive Erholung eignen sich unsere Seen auch sehr gut. Die Süßwasserseen sind bei den Fischern und den Jä­gern während der Jagdsaison sehr beliebt. Eine Nacht im Kie­fernwald, den Sonnenaufgang durch das Schilf hindurch zu beobachten, eine kräftige Fischsuppe am Lagerfeuer sind ein Erlebnis…. Vor einigen Jahren galt die Erholung hier noch als „unorganisiert”. Die Urlauber, die komfortable Bedingungen vo­raussetzten, waren gezwungen, sich nur mit den begeisterten Geschichten über diese Seen zu begnügen. Heute sind die ers­ten Schritte in der Errichtung eines echten Kurortes an den Gus­seletowskije Seen gemacht.

Am Seeufer wurde jetzt ein Sommercampingplatz an­gelegt; ein Cafe und funktionierende Duschkabinen stehen zur Verfügung. Jetzt haben Campingplätze den minimalen Komfort. Ein artesischer Brunnen versorgt alle mit sehr wohl­schmeckendem Wasser. Man kann dort mit dem Tretboot oder mit dem einfachen Boot fahren. Die Sicherheit gewähren Ret­tungsschwimmer. Eigentlich ist völlig ungefährlich, dort zu schwimmen: sie sind seicht wie eine Untertasse und so salz­haltig wie Meereswasser.

Wunderschön ist diese Gegend auch im Winter. Es läuft ein Projekt für den Bau eines modernen Schiläuferzentrums. Der gefrorene Wasserspiegel und ein prächtiger verschneiter Kie­fernwald sind sowohl für den Schilanglauf durch den Wald als auch für professionelles Sporttraining attraktiv. Als Zukunftsvi­sion gilt es, die Infrastruktur weiter auszubauen; die Errichtung einer richtigen modernen Kurortzone im Rayon.

„Das Land der Tausend Seen”, so nennt man oft die Step­penrayons der Altairegion, die wirklich über 2000 Seen haben. Immer attraktiver für die Touristen wird der Sawjalowskij Ra­yon. Der Schlamm der Gusseletowkije Seen wird immer be­kannter. Jeden Sommer empfängen der Maliniwoje See, Ma­loje Jarowoje See, Kutschuksee, Borowyje Seen. ihre Gäste. Wenig bekannt sind noch folgende Heilseen: Dshira, Schukyr­tus und hunderte weitere. Die Möglichkeiten des Steppenal­tai als touristisches Kurgebiet sind noch nicht völlig entwi­ckelt. Das ist die Zukunft. Heute sind trotzdem die altaischen Steppen für alle die Besucher gastfreunlich und großzügig, die hierher für ihre Genesung, Erholung und neue Eindrü­cke kommen.

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