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Reinheit, der Treue und der Romantik. Laut den Legenden flog hier der altaische Hauptgott Ulgen auf einem weißen Schwan und schuf dieses schönes Land. In diesen vollkommenen Vogelformen liegt etwas Zauberhaftes, das den Menschen seine eigene Teilnahme an hohen materiellen Werten spüren lässt und man bekommt den Wunsch, selbst besser, reiner und erhabener zu werden.
Alle haben wir schon Schwäne auf Fotos und Bildern gesehen. Einige haben sogar Glück, sie auf künstlichen Seen im Zoo zu beobachten. In der Natur — gelingt es nur den echten Glückspilzen. Es gibt nur zwei Schwanenschutzgebiete in Russland: in dem Anadyrskij Rayon des Tschukotskij Autonomiekreises und in dem Sowjetskij Rayon der Altairegion. In der Zone des gemäßigten Klimas ist die Altairegion der einzige Ort im Land, wo Schwäne auch im Winter bleiben.
In den Ausläufern des Altaigebirges liegen kleine Seen, die auch im Winter ohne Eisdecke bleiben. Auf dem Seeboden dringen Quellen heraus, die durch klares Wasser zu sehen sind. Sie sind in jeder Jahreszeit +4‑6 C warm. Seit 1967 bleiben hier im Winter auch Singschwäne und seit 1973 existiert das Naturschutzgebiet „Lebedinnyj” (Schwanenschutzgebiet) mit einer Gesamtfläche von mehr als 38198 ha. Außer den Seen gehört ihm 96 km des Katunflusses und etwa 70 Inseln. Jeden Winter sind dort 300 Schwäne und etwa 2000 Wildenten zu beobachten. Im April fliegen die Vögel in die Polarzonen, um im Herbst mit dem Nachwuchs in den Altai zurückkehren.
Die Schwanenseen haben den Status eines natürlichen Denkmals. Diese versteckte Ecke des linken Katunflussufers ist fast wie die Urbanzivilisation unberührt, aber sie liegt nur 40 km von dem Kurort Belokuricha und 60 km von der Stadt Bijsk entfernt. Es gibt viele Urlauber, die dieses Naturschutzgebiet besuchen wollen. Das Problem ist, dass hier nur geplanter und organisierter Tourismus erlaubt ist. Private Ausflüge mit Autos und lauter Musik am Wasser sind verboten. Heute sind die ersten Schritte gemacht, um die Seen in ein modernes Exkursionsziel zu verwandeln. Dafür hat sich ein Unternehmer aus Bijsk L. M. Shukow engagiert. Am Ufer wurde ein 10 Meter hoher Aussichtspunkt für Touristen gebaut. Von dort aus kann man die Schwäne beobachten, wobei sie nicht gestört werden. Der Schnee auf dem zum Wasser führenden Weg wird permanent weggeschoben. Nach der Voranmeldung sind Exkursionen möglich. Bemerkenswert ist, dass sie kostenlos sind. Im vergangenen Winter wurde 15 km von diesem See entfernt ein Touristenlager eröffnet. Weitere Pläne sind Erarbeitungen von Ökorouten im Naturschutzgebiet, die Entwicklung des Aufklärungstourismuses und der Aufbau von Beziehungen zwischen den Sanatorien und Reisebüros in Belokuricha und Bijsk.










