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Der Kranoschtschjokowskij Rayon liegt im Südwesten der Altairegion, in ihrem Vorgebirge. Der Rayon ist sehr interessant im geographischen Sinne. Alle, die zum ersten Mal hierher kommen, wundern sich über diese natürliche Landschaft. Hier gibt es Berge und Vorgebirge, die zu den Grassteppen niedergehen, Wälder, schnelle Bergflüsse, Seen und künstliche Stauseen, Felsen von besonderer Form und Karsthöhlen, Lebenskraft gebende Quellen und unterirdische Seen, zahlreiche Grabhügel, die uns alte Zivilisationen hinterlassen haben, Burgruinen, Innenwerke, die die sogenannte Kolywano‑Kusnezkaja Verteidigungslinie bildeten. Demidows Schächte bleiben auch erhalten.
Das ist das Land der Höhlen und der klaren Quellen. Kein anderer Verwaltungskreis der Altairegion verfügt über eine solche Höhlenanzahl.
Es ist der einzige einmalige Ort im Altai, wo alte Geschichte, seltene Gegenstände und historisches Kulturerbe zusammengeflochten sind. Es ist eine Perle in der „silbernen Halskette des Altais”, wo die Spuren des alten Stammes „Tschud” und der Nomadenskythen, des Dshungarkahanates und der Kosakenvorposten, der freien Bergknappen und Sträflings‑Erzhauer zusammentreffen.
Der nördliche Teil des Kranoschtschjokowskij Rayons liegt auf dem Voraltaischen Flachland (Predaltaiskaja) und hat ein hügeliges und welliges Relief. Flache Wälle zergliedern die Flusstäler, die zu den Meridianen fast parallel verlaufen. Im niedergebirgigen südlichen Rayonteil erstrecken sich die Ausläufer der Tigirekskij und Baschtschelakskij Bergrücken. Der höchste Gipfel im Rayon ist der Tschjornyj Kamen (Schwarzstein) (1009 m). Der Berg Mursinka erhebt sich über die herumliegenden Hügel wie eine alte und gestrenge Wache, die ihr Geheimnis wahrt.
Auf den Bergabhängen sind Demidows Schächte und eine Markierung auf dem östlichen Abhang — ein großes Kreuz, das von Bergleuten aufgestellt wurde. Laut der Volkslegende wurde ein goldener Kutschwagen in der Tiefe des Berges verborgen. Die‑se Kutsche ließ Demidow für die Imperatorin anfertigen. Über 200 Jahre lässt diese Legende die Schatzgräber nicht in Ruhe.
Der Krasnoschtschjokowskij Rayon ist durch seine zahlreichen Höhlen bekannt. Die Höhlenforscher kennen insgesamt über 100 Berghöhlen auf dem Territorium des Rayons. Einige von ihnen sind Naturdenkmäler. Sehr berühmt ist die Fledermaushöhle (Letutschich Myschej). Ihr Wert besteht darin, dass sie der nördlichste Lebensraumpunkt einer Fledermausart, des kleinen Mausohres darstellt. Die Siedlungen des alten Menschen waren in den Höhlen Sagonnaja, Wodjannaja und Bastion. Die Höhle Jaschtschur (Aphthenseuche) ist durch ihre Höhlensinter aus Kalk gekennzeichnet. Die Benennung der Höhle ist mit der Legende verbunden, dass eine grüne Aphthenseuche dort wohnte und ihre Spuren hinterließ. Die größte Höhle von hier heißt Prjamuchinskaja (468 m lang).
Viele Geheimnisse besitzen die Chancharinskije Höhlen am Fluss Chanchara. Als eine einzigartige Höhle im Altai darf wirklich die Nowotscharygskaja Höhlen‑Mine (Grube) gelten. Hunderte Pud von Silber, Kupfer, Blei haben hier alte Digger gewonnen. Die Haupthöhle für die Forscher aus Nowosibirsk ist die Höhle Straschnaja (Hässliche). Schon 20 Jahre lang werden hier Ausgrabungen gemacht. Das Ergebnis ist eine 9 Meter tiefe Kulturschicht.
Im Komunalkreis fließen über 18 Flüsse. Sie gehören zum Einzugsgebiet des Tscharyschflussbeckens. Die Flussbenennung ist mit dem alten Volk „Tschoros” verbunden, das dieses Tal bewohnte.
Im Sommer ist das Wasser so klar, dass jedes Steinchen am Grunde zu sehen ist. Der Tscharyschfluss ist der beliebteste Urlaubsort für die Hiesigen. Der Tscharysch verwöhnt sie und ihre Gäste mit seiner Schönheit. Sie kommen hierher zum Ausruhen am Flussufer oder zum Rafting.
Die größten und schönsten Zuflüsse von Tscharysch sind die Flüsse Belaja (Weißfluß) und Inja. Sie entspringen im Gebirge und deshalb ist ihr Wasser klar und kühl und enthält eine große Zahl von Silber‑und Goldionen. Das Wasser dieser Flüsse ist trinkbar.
Die Touristenrouten im Kranoschtschjokowskij Rayon führen zu den sehenswerten und interessantesten Touristenzielen mit jungfräulicher Schönheit, verschiedener Flora und Fauna. Die Naturverhältnisse des Rayons passen für alle Touristeninteressen: Wasser‑und Autotouristik, Paragleiten, Ökotourismus, Wandern und Tourismus mit hohem Schwierigkeitsgrad.
Sehr beliebt sind das Tschinetinskij Schutzgebiet und das Naturschutzgebiet „Tigirekskij”.
Früher war der Tscharyschfluss der Weg der Halbedelsteine und der Knechte. Die Flöße transportierten Jaspis und Porphyr erst von Korgon aus und dann wurde das Material mit den Schlitten zur Kolywaner Steinschneidefabrik weiterbefördert.
Die Kolywano‑Kusnezkaja Verteidigungslinie, die den Schutz gegen den Angriff der Dshungarstämme auf die Kolywano‑Woskressenskij Werke bot, spielte im Besiedlungssystem der Staatsleibeigenen im Rayon eine wichtige Rolle.
Die Leute aus den Kurskaja, Woroneshskaja, Rjasanskaja Gouvernements ließen sich an den Ufern des schönen Fluss Berjosowka in einem wurderbaren Tal mit mastigem Boden und guten Wiesen nieder. Sie hielten Frieden, aber unterschieden sich bis jetzt durch eigene Mundarten. Die Touristen haben die Möglichkeit, ein russisches Holzhaus (Tscholdon) im Dorf Karpowo zu besuchen und an den traditionellen Bräuchen teilzunehmen und einen einheimischen Meister kennenzulernen, der Volksmusikinstrumente anfertigt. Im Dorf Berjosowka wohnt ein Kunstschmiedemeister. Dort können Sie eine alte Mundart hören. Schöne Gutshöfe, die mit Holzschnitzerei geschmückt sind, findet man im Dorf Ustj‑Koslucha. Die Besucher können dort Webereimethoden, wunderschöne Stickerei, Gegenstände aus Rinde und noch viele der traditionellen Volkskunstgewerbe ansehen.
DasTouristencamp „Shemtschushina Gor” („Gebirgsperle”) liegt an dem Zusammenfluss des schönen Inja und des großen Tscharysch. Bungalows, Swimming Pools und Banja (russische Sauna), die Erholungsmöglichkeiten am Tscharyschfluss locken jährlich Touristen und Urlauber her. Leichtes Rafting, Exkursionen in Demidows Schächten und Reittouren sind nur einige der Touristenangebote.


















