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Kieferwaldstreifen

Sie entstehen vor unseren Augen ganz plötzlich wie grü­ne Gespenster in der gelben anscheinend verwüsteten Steppe, die Waldstreifen des Altais. Außer, dass sie eigenartig sind, ist nichts über sie zu sagen…

Andere gleichartige Wälder gibt es nicht auf unserem Pla­neten. Sie haben eine Form von Streifen, die sich von Nordosten nach Südwesten über das frühere subbreite Netz des alten Ab­flusses entlang erstrecken. Dazwischen liegen breite Steppen­räume. Hier lässt sich freier und leichter atmen. Das ganze Bild der Kiefernwälder lässt nicht nicht einmal vom Helikopter aus auffassen. Das ist nur auf den Satellitenbildern möglich.

Augenzeugen der alten Epochen

Mit ihren mächtigen Wurzeln hemmen sie Millionen Ton­nen Sand, mit den Baumkronen schützen sie den Altai vor Tro­ckenwinden und Sandstürmen, die von Kasachstan und Zent­ralasien kommen. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn der Kiefernwaldstreifen in der Steppe plötzlich stirbt — an die Stelle der fruchtbaren Böden und der landwirschaftlichen Nutz­flächen würde Wüste mit Treibsand und Trockenwind treten.

Die Wissenschaftler meinen, dass die Waldstreifen aus dem Quartär datieren. Vor etwa einer Mio Jahren wurde es auf der Erde kalt. Der Winterschnee taute nicht komplett ab und wurde ange­sammelt, indem er Gletscher entstehen ließ. Als die Erwärmung wieder ausbrach, strömte das Tauwasser vom Altaivorgebirge in breiten Strömen nach Norden das alte Obflussbett entlang, aber diese Ströme sollten in Richtung Irtyschfluss wenden, weil sie von den langsam zurücktretenden Gletschern gestaut wurden. Nach dem Schmelzen des Binneneises und dem Tauwasserabfluß ins

Favorite place for recreation and tourism

Pine forests are favorite places for recreation of the inhab­itants from nearby towns and villages. Camps, sanatoriums, chil­dren’s summer camps and health‑care centers are found here,

i. e. everything that provides people’s capacity for work and im­proves their health during all the seasons.

In these forests and on their edges bordering on un­bounded steppes there are thousands of lakes with fresh, sa­line, bitter‑saline and alkaline water. Hot steppe climate, sandy banks and warm water in the lakes provide exclusive conditions for beach recreation. Mineralized water of the lakes and muds possess powerful medicinal value. Not accidentally thousands of people come here in summer to luxuriate in the sun, to bathe and simultaneously improve their health.

In fall and spring the lakes are a wonderful place for hunt­ing tourism. And in winter these basins are selected by “pilgrims” of winter subglacial fishing.

Eismeer wurde das Westsibirische Tiefland leer. Gleichzeitig voll­zog sich der endgültige Bildungsprozess des heutigen Obfluß­bettes. In den fertigen Routen der alten Mulden entstanden die heutigen Flüsse Burla, Barnaulka, Kasmala, Kulunda und auf den übriggebliebenen Sandschichten in den früheren Senken, die von den alten Flüssen mit Sand gefüllt geworden waren, entstanden wunderschöne Kiefernwälder, einzigartige Kiefenrwaldstreifen.

Es gibt eine alte Legende über diese Wälder. Laut erhaltener Überlieferung, als einmal der Gott des Windes über diese Gegend flog, traf er ein zauberhaftes Mädchen, das den schönen Namen Ai­gul trug. Er beschloss, sie in sein himmlisches Schloss zu bringen, sie dort mit wunderbaren Geschenken für sich zu gewinnen und sie zu heiraten. Aber das Mädchen wusste, dass es nicht einfach sei, den Wind zu lieben. Er veränderte ständig seinen Charakter und seine Stimmung, er war einfach ein „Luftikus”und war immer unterwegs. Einmal hörte Aigul, wie der Wind sich zu ihr heranschlich. Obwohl er den Duft seltener Blumen mitbrachte, fürchtete sie, für immer ihr Vaterland und ihr Vaterhaus verlassen zu müssen und lief durch die Steppe zu ihrem Haus. Der Wind verwandelte sich in einen Orkan, holte die schöne Flüchtige ein, erfasste sie und brachte sie zu sich in den Himmel. Aigul weinte und überall, wo ihre Tränen hinfielen, entstanden kleine Seen. Ihre Bänder, die in ihre Zöpfe eingefloch­ten waren und ihre prächtigen Gürtel wurden locker und fielen zur Erde. An den Stellen, wo sie auf die Erde fielen, wuchsen Wälder, um ihren Brüdern den Weg zu zeigen, wo die Schwester war. Ob es den Brüdern gelang, ihre Schwester zu finden, ist unbekannt…

Hindernis für den Wind und den Sand

In den verschiedenen Rayons der Region gibt es insge­samt fünf Waldstreifen. Der größte heißt Barnauler Waldstrei­fen und ist fast 400 km lang, mit einer Breite von stellenweise bis zu max. 15 km.

Der Kasmalinsker Waldstreifen ist fast genauso groß wie der Barnauler und liegt in der Niederung des Obsker Sandpla­teaus. Der Sand ist hier etwa 300‑400 m dick. Der Barnauler und der Kasmalinsker Waldstreifen schließen sich zusammen und bilden den Gatskij Kiefernwald. Der Burlinskij Streifen ist nicht groß. Er liegt im Norden der Altairegion und noch im Nowosi­birsker Gebiet. Südlicher liegen der Proslaucho‑Kilundinskij und der Kutschuk‑Kulundinskij Waldstreifen.

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