Die Altai-Region ist die Heimat von Menschen und Persönlichkeiten, die in ganz Russland bekannt sind. Die Namen einiger von ihnen sind auf der ganzen Welt bekannt: «Kalaschnikow» ist ein Wort, das man weltweit mit vielen verschiedenen Akzenten hören kann. Der Erfinder dieser zuverlässigen automatischen Waffe, Michail Timofejewitsch Kalaschnikow, wurde 1919 im Dorf Kurja in der Altai-Region in einer Bauernfamilie geboren und ist dort auch aufgewachsen. Bis heute kommt er von Udmurtien, wo er jetzt lebt, in die Altai-Region um seine Verwandten zu besuchen. In seinem Heimatdorf, auf dem zentralen Platz, ist eine Büste des zweimaligen Helden der sozialistischen Arbeit aufgestellt. German Stepanowitsch Titow (1935-2000) war der zweite russische Kosmonaut. Er stammte aus dem Dorf «Majskoe Utro» und ist im Dorf Polkownikowo im Landkreis Kosicha aufgewachsen. Wo er damals zur Schule ging, ist heute ein kleines Museum über ihn und sein Leben untergebracht. Die Regionsverwaltung hat vor diesem Museum den Status eines Staatlichen Museums zu verleihen. Ein Krater auf dem Mond trägt zu seinem Andenken Titows Namen. Auf der Durchreise von Barnaul über Bijsk in das Altaigebirge bietet es sich an, das Museum in Polkownikowo zu besuchen, in dem man auch ein Stückchen echten Mondsteins besichtigen kann. Auch viele Berühmtheiten aus Film und Theater stammen aus der Altai-Region: Iwan Aleksandrowitsch Pyrjew (1901-1968), Walerij Solotuchin, Michail Ewdokimow(1957-2005), Alexander Pankratow-Tschjornyj, Aleksej Bulgakow, Nina Ussatowa, Ekaterina Sawinowa(1926-1970) oder Vladimir Hotinenko. Weithin beliebt ist der aus dem Dorf Srostki im Rayon Bijsk stammende Regisseur und Schriftsteller Wasilij Makarowitsch Schukschin. Obwohl er schon vor mehr als 30 Jahren (1974) gestorben ist, werden Ende Juli die alljährlichen Schukschin-Tage im Altai organisiert. Tausende Besucher kommen dazu auf dem Berg Piket zusammen. Dieses Fest zählt zu den bedeutendsten Kulturveranstaltungen der gesamten Region. Unter den Teilnehmern befinden sich immer auch bekannte russische Schauspieler, Schriftsteller, Dichter, Drehbuchautoren und Regisseure. Man feiert mit Gesang und Tanz bis spät in die Nacht hinein. Die zahlreichen Gäste, die aus den fernsten Ecken Russlands kommen, betrachten zum Ende des Festes noch den Sonnenaufgang über dem schönen Katun, an dem das Dorf Srostki liegt. Das Schukschin-Museum, das nach seinem Tode dort eingerichtet wurde, ist eines der populärsten Museen der Region. Fast alle Reisende, die auf dem Tschujski Trakt unterwegs sind, machen in diesem Museum Station. Zu erkennen ist das Gebäude sehr schnell an den roten Schneeballbüschen, wie sie in Schukschins Werken immer wieder vorkommen.
Äàòà èçìåíåíèÿ: 22.04.2010 ã.





